Rajkumar

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Rajkumar (* 24. April 1929 in Gajanur, Chamrajnagar, Karnataka ; † 12. April 2006 in Bangalore ; bürgerlich: Singanalluru Puttaswamayya Mutturaju) war einer der bekanntesten indischen Schauspieler und Playbacksänger des Kannada -Films. Seine Filmkarriere spannte sich über 45 Jahre und er trat in mehr als 200 Filmproduktionen auf.

Biografie

Rajkumar begann seine Karriere als Schauspieler und Sänger gemeinsam mit seinem Vater in der Theatergruppe von Gubbi Veeranna. Der Regisseur Simha gab ihm den Namen Rajkumar als Künstlernamen. Die Charaktere von Rajkumars Rollen umfassen alles vom Komiker über Actionheld, Liebhaberrollen und mythologische Figuren. Er trat gemeinsam mit den meisten Darstellern der Filmindustrie aus Karnataka wie Leelavathi, Arathi und Jayanti, aber auch Jayaprada, Madhavi, Sarita und anderen Darstellern aus den Filmproduktionen der Nachbarbundesstaaten auf. Zu seinen wichtigsten Filmen zählen: Bedara Kannapa (sein erster Film), Bangarada Manushya, Kastoori Nivasa, Sri Krishnadevaraya, Kula Gowrava, Gandhada Gudi, Sampathige Sawal, Shankar Guru, Sakshatkara, Babruvahana, Bhakta Prahalada, Halu Jenu, Bhagyada Lakshmi Baramma, Jeevana Chaitra (gewann als Sänger mit diesem Film einen National Award ) und Akasmika. Er arbeitete unter den südindischen Regisseuren B. R. Pantulu, Puttanna Kanagal, Shankar Nag und Nagabharana, aber auch in den Produktionen seiner eigenen Filmgesellschaft Vajreshwari Combines. Sein letzter Film war Shabdavedi, an der Seite der Schauspielerin Jayaprada.

Er wurde von der indischen Regierung mit dem Padma Bhushan geehrt und erhielt 1995 den höchsten Staatspreis für indische Filmschaffende, den Dadasaheb Phalke Award als Anerkennung für seinen Beitrag zur Filmindustrie des Kannada-Films.

Am 30. Juli 2000 wurde Rajkumar gemeinsam mit seinem Schwiegersohn und zwei weiteren Personen von seinem Landsitz bei Gajanur in Karnataka vom tamilischen Banditen Veerappan zur Freipressung von Gefangenen seiner Bande entführt. Am 15. November desselben Jahres wurde er unversehrt wieder freigelassen.

Rajkumar starb an einem Herzinfarkt. Er hatte drei Söhne, die er alle als Kannada-Filmschauspieler lancieren konnte, sowie zwei Töchter.

Die Regierung von Karnataka hatte nach seinem Tod zwei Tage Staatstrauer angeordnet. Der Leichnam Rajkumars wurde in einem Stadion in Bangalore aufgebahrt, vor dem Zehntausende warteten, um von ihrem, als gottgleich verehrten Idol, vor dessen Staatsbegräbnis Abschied zu nehmen. Es kam dabei zu gewalttätigen Ausschreitungen mit einigen Todesfällen.