Bollypedia Freies Wissen zum indischen Film
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Willkommen in der Bollypedia

Die freie Enzyklopädie für das Themengebiet indische Filme. Von den Stummfilmtagen in Bombay über das Masala-Kino der Siebziger bis zu den Telugu-Blockbustern der Gegenwart. Jeder darf mit seinem Wissen beitragen, gute Autoren sind immer willkommen.

Über das Projekt

Was ist die Bollypedia?

Die Bollypedia ist eine Enzyklopädie, die nicht von einer festen, bezahlten Redaktion verfasst wird, sondern von freiwilligen Autoren. Der Name setzt sich zusammen aus dem Wort Bolly, einer gängigen Abkürzung für Bollywood, und dem Begriff Enzyklopädie. Entstanden ist das Projekt aus einem ziemlich banalen Ärgernis: Wer auf Deutsch etwas über einen Hindi-Film von 1962 nachlesen wollte, fand entweder gar nichts oder drei Zeilen, die aus einer schlecht übersetzten Inhaltsangabe stammten. Filmtitel wurden falsch geschrieben, Regisseure mit Produzenten verwechselt, Playback-Sängerinnen einfach weggelassen. Das ließ sich ändern, und zwar mit vielen Leuten, die jeweils ein kleines Stück beisteuern.

Anders als herkömmliche Nachschlagewerke ist die Bollypedia frei. Es gibt sie nicht nur kostenlos im Internet, sondern jeder darf sie mit Angabe der Quelle und der Autoren kopieren, weiterverwenden oder verändern. Diese Freiheit ist kein netter Zusatz, sie ist der Kern der Sache. Wissen über ein Kino, das jährlich weit über tausend Filme in mehr als zwanzig Sprachen hervorbringt, gehört nicht hinter eine Bezahlschranke. Wir schreiben über Filme, über Menschen vor und hinter der Kamera, über Studios, Genres, Musikverlage und Kinosäle. Und ja, auch über Flops, denn die erzählen oft mehr über eine Branche als die Erfolge.

Inhaltlich deckt das Projekt deutlich mehr ab, als der Name vermuten lässt. Bollywood meint streng genommen nur das in Hindi produzierte Kino aus Mumbai. Daneben stehen die Telugu-, Tamil-, Malayalam-, Kannada-, Bengali- und Marathi-Industrien, die zusammengenommen den größeren Teil der indischen Filmproduktion ausmachen. Wer sich in unsere Filmgeschichte einliest, merkt schnell, wie eng diese Zentren miteinander verzahnt sind. Remakes wandern seit Jahrzehnten von Chennai nach Mumbai und zurück, Komponisten arbeiten in vier Sprachen gleichzeitig, und ein Kassenschlager aus Hyderabad kann heute in Berlin im Multiplex laufen.

Einsteiger aufgepasst

Autor werden

Die Bollypedia hat keine bezahlte Redaktion, sie ist das Werk freiwilliger Autoren. Sofern du Texte schreiben kannst, kannst auch du hier mitarbeiten. Du brauchst keine besonderen Hilfsmittel, die technischen Anforderungen sind minimal, und niemand erwartet einen fertigen Fachaufsatz beim ersten Versuch. Die meisten fangen klein an: ein fehlendes Erscheinungsjahr ergänzen, einen falsch transkribierten Namen korrigieren, eine Kurzbeschreibung um zwei Sätze erweitern. Genau daraus wächst über die Zeit ein brauchbares Nachschlagewerk. Wie der Einstieg konkret abläuft, welche Regeln für Quellen gelten und welche Fehler Anfänger reihenweise machen, steht ausführlich unter Schritt für Schritt.

Besonders gesucht sind Leute, die Sprachkenntnisse mitbringen. Wer Hindi, Tamil, Telugu, Malayalam, Bengali oder Urdu lesen kann, erschließt Quellen, die im deutschsprachigen Raum praktisch niemand auswertet. Aber auch ohne das gibt es genug zu tun. Wir brauchen Leute, die Kinoprogramme deutscher Städte auswerten, die alte Fernsehausstrahlungen dokumentieren, die deutsche Verleihtitel mit den Originaltiteln abgleichen. Diese Arbeit ist unspektakulär und wird selten gelobt. Sie ist trotzdem der Unterschied zwischen einem Sammelsurium und einer Enzyklopädie.

Benutzerkonto

In der Bollypedia anmelden

Oben rechts kannst du dich anmelden und einen Benutzernamen wählen, der dann bei allen Bearbeitungen an den Artikeln gespeichert wird. Zwingend ist das nicht. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa das Hochladen von Bildern, stehen alle Funktionen auch nicht angemeldeten Benutzern offen. Ein Konto hat trotzdem Vorteile: Deine Beiträge lassen sich einer Person zuordnen, andere Autoren können dich auf deiner Diskussionsseite ansprechen, und du behältst über die Beobachtungsliste im Blick, was sich an deinen Artikeln verändert. Wer regelmäßig schreibt, wird über kurz oder lang eines anlegen wollen.

Themenbereiche

Wo du am besten anfängst

Vier große Bereiche bilden das Gerüst dieser Enzyklopädie. Sie hängen zusammen, lassen sich aber unabhängig voneinander lesen.

Geschichte des indischen Kinos

Von Raja Harishchandra im Jahr 1913 über das goldene Zeitalter der Fünfziger und den Angry Young Man bis zu den panindischen Blockbustern der Gegenwart.

Zur Filmgeschichte →

Genres und Filmregionen

Masala, Curry-Western, Parallel Cinema und die regionalen Industrien in Hyderabad, Chennai, Kochi, Kolkata und Bengaluru im direkten Vergleich.

Zu Genres & Regionen →

Filmmusik und Tanz

Playback-Gesang, Komponisten, Textdichter, Choreografie und die Frage, warum das Lied in Indien älter ist als jede Marketingabteilung.

Zu Musik & Tanz →

Mitmachen und Artikel schreiben

Erste Bearbeitung, Belege, Namenskonventionen, Transkription und die typischen Anfängerfehler, die sich mit fünf Minuten Aufmerksamkeit vermeiden lassen.

Zum Handbuch →
Partner und Empfehlungen

Seiten, die wir empfehlen

Ausgewählte Projekte und Anbieter aus dem Umfeld unserer Autorinnen und Autoren. Die Liste ist bewusst kurz gehalten und wird gelegentlich überarbeitet.

VAL

Boosting Service Valorant

Rangbetreuung für Valorant durch erfahrene Spieler. Wer im Wettkampfmodus feststeckt, findet hier Unterstützung beim Aufstieg und eine transparente Abwicklung.

https://eloboost24.eu/de/valorant/rank
TOR

Tore aus Polen

Hoftore, Schiebetore und Zaunanlagen aus polnischer Fertigung. Maßanfertigung, Verzinkung und Pulverbeschichtung inklusive Lieferung nach Deutschland.

https://pa-met.com/tore-aus-polen/
KÜB

Küchen Berlin

Küchenstudio für die Hauptstadt mit Aufmaß vor Ort, individueller Planung und Montage. Von der schmalen Altbauküche bis zur offenen Kochinsel.

https://kuchen-berlin-2m.de/
KÜC

Küche Berlin

Möbel und Einbauküchen nach Maß, inklusive Beratung zu Fronten, Arbeitsplatten und Geräten. Auch für Vermieter und kleine Grundrisse geeignet.

https://www.moebel2m.eu/
DRE

Küchen Dresden

Küchenplanung für Dresden und Umgebung. Persönliche Beratung, 3D-Entwurf und ein Preisrahmen, der vor der Bestellung feststeht.

https://www.kuechen-dresden.com/
LEI

Küchen Leipzig

Einbauküchen für Leipzig mit kompletter Abwicklung von der Planung über die Lieferung bis zum Anschluss der Geräte durch Fachleute.

https://www.kuechen-leipzig.com/

Warum eine eigene Enzyklopädie für den indischen Film sinnvoll ist

Indien produziert seit Jahrzehnten mehr Kinofilme als jedes andere Land der Erde, und trotzdem ist die deutschsprachige Dokumentation dieses Kinos erstaunlich lückenhaft. Das hat handfeste Gründe. Nur ein Bruchteil der Produktionen kommt hier je in einen Verleih, die Fernsehausstrahlungen der Neunziger und Nuller waren oft gekürzt und schlecht synchronisiert, und wissenschaftliche Literatur zum Thema erscheint fast ausschließlich auf Englisch. Wer also auf Deutsch recherchiert, stößt schnell auf dieselben drei Sätze, die von Seite zu Seite weitergereicht werden. Genau in diese Lücke schreibt die Bollypedia. Wir sammeln Erscheinungsjahre, Besetzungslisten, Drehorte, Musikverlage, Einspielergebnisse und Rezeptionsgeschichte an einem Ort, statt sie über zwanzig Foren zu verstreuen.

Ein zweiter Punkt betrifft die Verlässlichkeit der Angaben. Zahlen zum Einspielergebnis indischer Filme kursieren in einer Bandbreite, die jeden Statistiker nervös macht. Produktionsfirmen melden gern Rekorde, Branchendienste rechnen unterschiedlich, und manche Portale übernehmen einfach die Pressemitteilung. Wir machen das anders: Wenn zwei seriöse Quellen sich widersprechen, nennen wir beide Zahlen und schreiben dazu, woher sie stammen. Das wirkt weniger elegant, ist aber ehrlicher. Dasselbe gilt für Namen. Die Umschrift aus der Devanagari-Schrift ist nicht eindeutig, deshalb legen wir für jeden Artikel eine Hauptschreibweise fest und verlinken die gängigen Varianten. Wer das für Erbsenzählerei hält, hat noch nie zwanzig Minuten damit verbracht, herauszufinden, ob zwei unterschiedlich geschriebene Namen dieselbe Person meinen.

Der wohl größte Fehler im Umgang mit indischem Kino besteht darin, alles unter dem Etikett Bollywood zu verbuchen. Bollywood ist die Hindi-Industrie in Mumbai, nicht mehr und nicht weniger. Wer einen Tamil-Film aus Chennai so nennt, liegt schlicht falsch, und in Kerala oder Karnataka kommt das ähnlich gut an wie eine Verwechslung von Österreich und Deutschland. Unsere Artikel zu den Genres und Filmregionen gehen deshalb sehr genau darauf ein, welche Zentren es gibt, wie sie sich finanzieren und warum ein Malayalam-Film mit kleinem Budget international mehr Aufmerksamkeit bekommen kann als eine Großproduktion aus Mumbai. Auch die Sache mit der Musik wird regelmäßig missverstanden. Die Lieder werden von Playback-Sängerinnen und -Sängern eingesungen, die Schauspieler bewegen dazu die Lippen. Wer im Artikel behauptet, ein bekannter Hauptdarsteller habe selbst gesungen, ohne das zu belegen, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Fehler eingebaut. Details dazu stehen unter Filmmusik und Tanz.

Was passiert, wenn niemand diese Arbeit macht? Dann bleibt der Bestand an Halbwissen einfach stehen und vermehrt sich. Falsche Jahreszahlen wandern in Schülerreferate, aus Schülerreferaten in Blogartikel, von dort in automatisch erzeugte Zusammenfassungen. Irgendwann findet man den Fehler an fünfzig Stellen und die Korrektur an keiner. Eine Enzyklopädie, an der viele Leute mit Quellenangaben arbeiten, ist der einzige praktikable Gegenentwurf dazu. Sie ist nie fertig, sie enthält immer Fehler, und trotzdem wird sie von Monat zu Monat ein Stück besser. Wenn du also etwas über einen Film, eine Sängerin, ein Studio oder ein Festival weißt, das hier noch fehlt, dann trag es ein. Der Einstieg dauert keine zehn Minuten, und die Anleitung dazu findest du unter Mitmachen. Viel Spaß auf den Seiten der Bollypedia.