Bollypedia Freies Wissen zum indischen Film
Handbuch

Mitmachen und Artikel schreiben

Der Einstieg dauert wenige Minuten. Die Regeln passen auf eine Seite. Der Rest ist Sorgfalt, und die lässt sich lernen.

Schritt für Schritt in die Bollypedia

Du brauchst kein Konto, um loszulegen. Öffne einen Artikel, klick auf Bearbeiten, ändere, was falsch ist, und speichere. So einfach ist der erste Schritt tatsächlich. Trotzdem lohnt sich eine Anmeldung, sobald du merkst, dass du öfter vorbeischaust. Mit Benutzernamen lassen sich deine Beiträge zuordnen, andere können dir schreiben, und du bekommst Zugriff auf Funktionen wie das Hochladen von Bildern. Fang klein an. Eine korrigierte Jahreszahl ist mehr wert als ein hastig hingeschriebener Artikel über einen Film, den du nur aus einem Trailer kennst. Die meisten erfahrenen Autoren hier haben genau so angefangen, mit einer einzigen Korrektur, die sie geärgert hat.

Belege, und zwar von Anfang an

Ein Satz ohne Quelle ist in einer Enzyklopädie nur eine Behauptung. Nenn also, woher deine Angabe stammt, und zwar möglichst genau: Buch mit Seitenzahl, Zeitungsartikel mit Datum, Datenbankeintrag mit Abrufdatum. Bei indischen Filmen ist das etwas mühsamer als bei europäischen, weil viele ältere Produktionen schlecht dokumentiert sind und Onlinequellen sich gegenseitig abschreiben. Vorsicht bei Einspielzahlen. Die kursierenden Angaben unterscheiden sich teilweise um den Faktor zwei, je nachdem, ob Brutto oder Netto gemeint ist, ob weltweite Erlöse einbezogen wurden und wer die Zahl gemeldet hat. Schreib in solchen Fällen beide Werte hin und ordne sie zu. Das sieht unordentlicher aus, ist aber korrekt, und Korrektheit schlägt Eleganz.

Pressemitteilungen und Werbetexte sind keine neutralen Quellen. Wenn eine Produktionsfirma ihren eigenen Film als größten Erfolg aller Zeiten bezeichnet, ist das eine Werbeaussage, keine Tatsache. Übernimm solche Formulierungen nicht, auch nicht abgeschwächt. Genauso wenig taugen Fanseiten als alleinige Grundlage, so viel Mühe sich ihre Betreiber auch geben mögen. Nutze sie als Hinweis, wo du weitersuchen kannst, und belege die Angabe dann anderswo.

Titel, Namen und die Sache mit der Umschrift

Hier scheitern Anfänger am zuverlässigsten. Indische Filmtitel stammen aus Schriftsystemen, deren Übertragung ins lateinische Alphabet nicht eindeutig ist. Derselbe Name taucht in drei Schreibweisen auf, und alle drei sind irgendwie vertretbar. Unsere Lösung: Ein Artikel bekommt eine Hauptschreibweise, die gebräuchlichsten Varianten werden als Weiterleitung angelegt und im ersten Absatz genannt. Bei Filmen führen wir den Originaltitel und, falls vorhanden, den deutschen Verleihtitel. Verlass dich nie allein auf den deutschen Titel, denn Verleiher haben in den Neunzigern und Nullern Titel vergeben, die mit dem Original nichts zu tun hatten. Wer nur den erfundenen deutschen Namen nennt, macht den Film für alle anderen praktisch unauffindbar.

Ähnliches gilt für Personen. Viele Filmschaffende sind unter Kurzformen, Spitznamen oder Initialen bekannt. Gib im ersten Satz den vollständigen Namen an, danach reicht die geläufige Form. Bei Namensgleichheit, die im indischen Kino häufig vorkommt, hilft ein Klammerzusatz mit Beruf und Geburtsjahr. Und bitte trag ein, aus welcher Industrie eine Person kommt. Ein Komponist aus Chennai gehört nicht automatisch in einen Bollywood-Artikel, wie im Abschnitt zu den Genres und Filmregionen ausführlich erklärt wird.

Schreib nicht über dich selbst

Diese Regel klingt streng, hat aber einen einfachen Grund. Niemand kann den eigenen Lebenslauf neutral darstellen, egal wie sehr er sich bemüht. Wenn du selbst Filme machst, Musik produzierst, ein Festival organisierst oder für ein Studio arbeitest, dann leg keinen Artikel über dich, dein Unternehmen oder dein Projekt an. Dasselbe gilt für Auftragsarbeiten. Artikel, die offensichtlich zur Selbstdarstellung geschrieben wurden, werden gelöscht, und das ist für alle Beteiligten unangenehm. Wenn dein Werk relevant ist, wird früher oder später jemand anderes darüber schreiben. Hinweise auf fehlende Themen kannst du jederzeit auf der jeweiligen Diskussionsseite hinterlassen, das ist der saubere Weg.

Urheberrecht ernst nehmen

Kopier keine Texte. Nicht aus anderen Enzyklopädien, nicht von Verleihseiten, nicht aus Büchern, auch nicht mit ein paar ausgetauschten Wörtern. Formuliere selbst, mit eigenen Sätzen, und belege die Fakten. Bei Bildern ist die Lage noch enger. Filmplakate, Szenenfotos und Werbeaufnahmen sind so gut wie immer geschützt, egal wie alt sie sind und wie leicht man sie findet. Lade nur hoch, was du selbst aufgenommen hast oder was nachweislich frei verwendbar ist, und gib die Lizenz an. Was passiert, wenn man das ignoriert? Im günstigsten Fall wird das Bild gelöscht. Im ungünstigsten bekommt jemand Post von einem Anwalt, und das trifft nicht nur dich, sondern das ganze Projekt.

Vorlagen zur Textgestaltung

Für wiederkehrende Angaben nutzen wir Vorlagen, damit alle Filmartikel gleich aufgebaut sind. Ein Filmartikel beginnt mit einer Infobox, die Originaltitel, Sprache, Erscheinungsjahr, Regie, Drehbuch, Musik, Hauptbesetzung und Laufzeit enthält. Dann folgt eine kurze Einleitung von zwei bis vier Sätzen, die erklärt, worum es geht und warum der Film bemerkenswert ist. Danach kommen Handlung, Produktion, Musik, Rezeption und Auszeichnungen. Halte die Handlungsbeschreibung knapp, nacherzählte Filme in voller Länge liest niemand. Bei der Musik trag Komponist, Textdichter und die Playback-Besetzung ein, weil genau diese Angaben sonst fehlen. Warum das so wichtig ist, steht ausführlich unter Filmmusik und Tanz.

Häufig gestellte Fragen

Muss ich Experte sein? Nein. Es reicht, wenn du sorgfältig arbeitest und angibst, woher du deine Informationen hast. Darf ich Fehler machen? Ja, das tun alle, und deshalb kann jeder Artikel korrigiert werden. Was passiert, wenn jemand meine Änderung rückgängig macht? Frag auf der Diskussionsseite nach dem Grund, statt die Änderung erneut zu speichern. Meist steckt ein sachlicher Einwand dahinter, manchmal ein Missverständnis, gelegentlich ein Irrtum des anderen. Wie lang sollte ein Artikel sein? So lang wie nötig. Ein Kurzfilm von 1968 braucht keine zehn Absätze, ein Klassiker mit langer Rezeptionsgeschichte schon. Kann ich auf Englisch schreiben? Die Artikel selbst sind deutsch, englische Quellen sind selbstverständlich willkommen und meistens unvermeidlich.

Zum Schluss noch der Hinweis, der am meisten Ärger erspart: Lies vor dem Anlegen eines neuen Artikels nach, ob es ihn schon gibt, womöglich unter einer anderen Schreibweise. Doppelte Artikel zu demselben Film sind das häufigste Aufräumproblem in diesem Projekt, und sie entstehen fast immer durch abweichende Transkriptionen. Fünf Minuten Suche vorher sparen zwei Stunden Zusammenführen hinterher. Und wenn du danach Lust auf einen inhaltlichen Einstieg hast, dann fang bei der Geschichte des indischen Kinos an oder schau auf die Hauptseite, wo alle Themenbereiche verlinkt sind. Viel Spaß beim Schreiben.

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